Möchtest du eine neue Website für dein Unternehmen, oder hast du das Gefühl, dass die bestehende Website dein Angebot nicht mehr angemessen präsentiert?
In solchen Fällen denkt man leicht sofort an Farben, Bilder und das Layout. Diese Aspekte sind zwar wichtig, doch vor der Erstellung einer Website lohnt es sich, auch einige andere Fragen zu bedenken.
Was möchtest du mit dieser Website erreichen? An wen richtet sie sich? Welche Informationen benötigt jemand, der zum ersten Mal mit deinem Unternehmen in Kontakt kommt?
Du musst nicht mit fertigen Texten, perfekten Fotos und einem detaillierten Plan kommen. Das Ziel dieser Vorbereitungsphase ist es, eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen, auf deren Grundlage eine Website erstellt werden kann, die zu Ihrem Unternehmen passt.
1. Überlege dir, wozu die Website dienen soll
„Ich möchte eine Website” ist ein guter Anfang, reicht aber allein noch nicht aus, um zu entscheiden, was darauf stehen soll.
Vielleicht möchtest du, dass Interessenten:
- deine Dienstleistungen kennenlernen;
- ein Angebot oder einen Termin anfragen;
- sie deine Kontaktdaten leichter finden können;
- sich deine bisherigen Arbeiten anzusehen;
- Antworten auf ihre häufig gestellten Fragen zu erhalten.
Es können mehrere Ziele nebeneinander bestehen, aber es lohnt sich, das wichtigste davon festzulegen.
Bei einem lokalen Dienstleister kann beispielsweise die telefonische Kontaktaufnahme im Vordergrund stehen. Bei einer komplexeren Dienstleistung kann es zunächst erforderlich sein, das Angebot und den Arbeitsablauf vorzustellen.
Das hilft dir auch dabei, dir Gedanken darüber zu machen, welche Art von Website du dir vorstellst. Wir haben darüber ausführlicher geschrieben in dem Landingpage oder komplette Website? Was brauchst du wirklich? in unserem Artikel mit dem Titel.
2. Schreibe auf, an wen du dich wenden möchtest
Du musst keine ausführliche Zielgruppenanalyse erstellen. Schon ein paar konkrete Antworten helfen schon sehr:
Wer nimmt Ihre Dienstleistung in Anspruch? In welcher Situation suchen diese Menschen Hilfe? Was ist ihnen bei der Entscheidung wichtig?
Eine Privatperson, die eine solche Dienstleistung zum ersten Mal in Anspruch nimmt, sucht nach anderen Informationen als ein Unternehmen, das regelmäßig mit externen Fachleuten zusammenarbeitet.
Sowohl der geografische Raum als auch die Sprache spielen eine Rolle. Arbeitest du vor Ort, übernimmst du Aufträge in mehreren Ländern oder ist dein Service auch online verfügbar?
Es empfiehlt sich, die Sprache der Website an die Zielgruppe anzupassen, die du erreichen möchtest. Manchmal reicht eine einzige Sprache aus, in anderen Fällen ist eine mehrsprachige Website erforderlich. Dies sollte bereits zu Beginn klargestellt werden, da dies sowohl den Umfang der Inhalte als auch den Aufbau der Website beeinflusst.
3. Stelle zusammen, was du anbietest
Neben der Auflistung der Dienstleistungen lohnt es sich, in wenigen Sätzen zu beschreiben, was diese in der Praxis bedeuten.
Zum Beispiel:
- Was umfasst diese Dienstleistung?
- Für wen könnte das nützlich sein?
- Wie läuft die Zusammenarbeit ab?
- Was brauchst du vom Kunden?
- Gibt es Bedingungen oder Einschränkungen, die Sie im Voraus kennen sollten?
Dazu musst du keinen fertigen Werbetext verfassen. Eine einfache Notiz reicht aus, in der du mit deinen eigenen Worten zusammenfasst, wie du arbeitest.
Wenn dein Unternehmen bereits läuft, können die Fragen deiner Kunden einen guten Ausgangspunkt bieten. Was du regelmäßig am Telefon oder per Nachricht erklärst, gehört oft auch auf die Website.
Weitere Beispiele findest du unter Was solltest du über deine Dienstleistung schreiben, damit der Interessent versteht, was er bekommt? in unserem Artikel mit dem Titel.
4. Schau mal nach, welche Materialien du bereits hast
Oft stehen viel mehr brauchbare Materialien zur Verfügung, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
Das können dein Logo, deine Visitenkarte, dein bisheriger Vorstellungstext, deine Leistungsbeschreibung oder ein paar gute Fotos sein. Es lohnt sich, diese an einem Ort zusammenzustellen.
Folgendes könnte nützlich sein:
- die Originaldateien des Logos;
- die bereits verwendeten Farben und Schriftarten;
- eigene Fotos von deiner Arbeit, deinen Produkten oder deinem Arbeitsumfeld;
- bisherige Arbeiten und Referenzen;
- Kundenbewertungen, die mit Genehmigung verwendet werden dürfen;
- Kontakt- und Unternehmensdaten.
Versuche bei den Bildern möglichst, die Originaldateien zu finden. Ein aus einer Nachricht gespeichertes, mehrfach komprimiertes Bild sieht in größerer Auflösung möglicherweise nicht mehr gut aus.
Wenn etwas fehlt, ist das noch kein Hindernis. Anhand der gesammelten Materialien werden wir sehen, was verwendet werden kann, was aktualisiert werden sollte und was wir gemeinsam ausarbeiten müssen.
5. Schreibe bei einer bestehenden Website auf, was gut funktioniert und was stört
Bei einer Website-Überarbeitung muss man nicht unbedingt ganz von vorne anfangen.
Möglicherweise sind die Grundlagen zwar in Ordnung, aber die Dienstleistungen haben sich bereits geändert. Vielleicht sind die Inhalte veraltet, die Website lässt sich auf dem Handy nur schwer nutzen oder die Interessenten suchen regelmäßig nach denselben Informationen.
Es lohnt sich, zwei kurze Listen zu erstellen:
Was möchtest du behalten?
Was möchtest du ändern?
Falls Sie Besucherzahlen oder Kundenfeedback haben, können diese ebenfalls hilfreich sein. Aus wenigen Daten sollten jedoch keine weitreichenden Schlussfolgerungen gezogen werden.
Auch über das Schicksal früherer Artikel, nützlicher Inhalte und bestehender Webadressen muss nachgedacht werden. Bei einer Neugestaltung können diese genauso wichtig sein wie das neue Erscheinungsbild.
6. Kläre die technischen Ausgangsbedingungen
Wenn du bereits einen Domainnamen, Webspace oder eine Website hast, notiere bitte, wo sich diese befinden und wer sie verwaltet.
Zunächst reicht es aus, Folgendes zu wissen:
- Gibt es bereits eine Domain und Webhosting?;
- Mit welchem System wurde die bestehende Website erstellt;
- wer Zugriff auf die Verwaltung hat;
- Ist damit eine geschäftliche E-Mail-Adresse oder ein anderer Dienst verknüpft?.
Du musst in deiner ersten Anfrage keine Passwörter angeben. Die erforderlichen Zugriffsrechte werden später entsprechend den vereinbarten Arbeitsabläufen eingerichtet.
Wenn Sie noch gar nichts haben, kann auch die Auswahl der Domain und des Webhostings Teil der Vorbereitungen sein.
7. Sag mir, was dir gefällt – und warum
Einige als Beispiele ausgewählte Webseiten können dir helfen, deine Idee besser zu verstehen.
Neben dem „So etwas in der Art hätte ich gerne” lohnt es sich jedoch auch zu erwähnen, was einen daran besonders angesprochen hat. Der übersichtliche Aufbau? Der leicht lesbare Text? Die natürlichen Bilder? Die unkomplizierte Kontaktaufnahme?
Anhand der Beispiele lässt sich also erkennen, welche Lösungen zu dir passen.
Neben dem optischen Eindruck zählt auch, welchen Eindruck der Interessent gewinnt. Darum geht es in dem Noch bevor sie nach dem Preis fragen, kann bereits feststehen, ob sie dir schreiben werden Unser Artikel mit dem Titel.
8. Lassen Sie uns den Zeitplan und den Rahmen besprechen
Gibt es ein bestimmtes Ereignis, eine Eröffnung oder eine Kampagne, für die du die Website benötigst? Oder möchtest du sie vielleicht schrittweise aufbauen?
Bei der Zeitplanung muss neben der Planung auch die Zusammenstellung der Inhalte, die Abstimmung und die Überprüfung berücksichtigt werden.
Der verfügbare Rahmen hilft uns dabei, die realistisch umsetzbaren Inhalte und Funktionen festzulegen. Wenn nicht alles auf einmal hineinpasst, können wir gemeinsam entscheiden, was derzeit notwendig ist und was besser auf später verschoben werden sollte.
💡Profi-Tipp: Fang mit einer einzigen Notiz an
Du musst kein kompliziertes Dokument erstellen. Schreibe es kurz und bündig auf:
Wem hilfst du? Was bietest du an? Wofür möchtest du die Website nutzen? Was hast du dafür bereits?
Das dürfte für ein konstruktives erstes Gespräch ausreichen. Die Einzelheiten klären wir dann gemeinsam.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich fertige Texte mitbringen?
Nein. Man kann auch von den Notizen zu Ihren Dienstleistungen und Ihrer Arbeitsweise ausgehen. Die Aufgaben und den Umfang der Texterstellung klären wir im Rahmen der Absprache.
Kann mit der Arbeit begonnen werden, wenn ich noch kein Logo oder kein eigenes Foto habe?
Ja, die Bedarfsermittlung und die Planung können beginnen. Wir werden gemeinsam prüfen, welche visuellen Materialien für die Umsetzung benötigt werden.
Ist auch bei einer bestehenden Website eine Vorbereitung erforderlich?
Ja. In solchen Fällen prüfen wir, was beibehalten werden kann, was sich im Unternehmen geändert hat und welches Problem du mit dem Update lösen möchtest.
Kann ich auch eine mehrsprachige Website anfordern?
Ja. Es empfiehlt sich, bereits beim ersten Gespräch die gewünschten Sprachen anzugeben und mitzuteilen, ob Übersetzungen vorliegen. So lassen sich sowohl die Inhalte als auch die Verwaltung der Sprachversionen besser planen.
Du musst nicht jedes Detail selbst ausdenken
Die Vorbereitung auf die Erstellung einer Website ist keine Prüfung, bei der du alle Antworten wissen musst.
Du kennst dein Unternehmen, deine Arbeit und deine Kunden. Das AZ Webstudio Es hilft dir dabei, daraus eine verständliche, durchdachte und nutzbare Online-Präsenz aufzubauen – ganz gleich, ob du gerade erst anfängst oder deine bestehende Website weiterentwickeln möchtest.
Wenn du nur ein paar Notizen und Fragen hast, können wir auch damit anfangen.

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